Mein Kurztrip nach Franken, in das Land der Würste. Kann man in Nürnberg vegan essen? Meine Reise hat mich positiv überrascht! Nürnberg ist eine tolle Stadt und in jedem Fall eine Reise wert – egal ob vegan oder nicht.

Gleich zu Beginn sei gesagt, dass ich nicht nach Nürnberg gereist bin, um explizit nach veganen Restaurants Ausschau zu halten. Stattdessen hatte ich Lust auf eine fremde Stadt, Lust darauf, meinen Horizont zu erweitern und ein weiteres Reiseziel auf meiner Liste zu erkunden. Dennoch stellte ich mir natürlich vor meinem Trip die Frage, ob ich wohl etwas zu essen finden würde im Land der Nürnberger Rostbratwürste. Hier erfahrt ihr, ob es mir gelungen ist.

Vegan essen in Nürnberg

Vor meinem Kurztrip habe ich schon einmal recherchiert, ob es vegane Restaurants in Nürnberg gibt. Ich bin im Internet sogar fündig geworden und war direkt etwas erleichtert. Verhungern würde ich auf jeden Fall nicht! Dennoch wollte ich mich vor Ort inspirieren lassen und einfach mal der Nase nachgehen. Wo kann man spontan essen gehen? Finde ich bequem etwas rein Pflanzliches? Muss es ein hipper, extra veganer Laden sein oder finden sich auch in anderen Restaurants kulinarische Überraschungen?

Es sollten nur zwei Tage werden, also war die Tasche schnell gepackt. Vielleicht ein paar Reiswaffeln für die Not einpacken? Vielleicht extra einen veganen Brotaufstrich mitnehmen, in den man ein bisschen Rohkost dippen könnte? Nein! Ich bin das Risiko eingegangen, schlimmstenfalls zwei Tage von Obst und Wasser zu leben.

Schon am ersten Abend wurde ich positiv überrascht! Ich erkundete die gesamte Altstadt, spazierte vom Albrecht-Dürer-Haus am Rathaus vorbei bis zum Hauptmarkt und ließ die vielen Eindrücke auf mich wirken. Die Altstadt Nürnbergs ist wirklich wunderschön! Beeindruckend fand ich die Frauenkirche am Hauptmarkt und die vielen kleinen Boutiquen, die scheinbar unabhängig von großen Ketten agieren.

Und wo gibt’s jetzt was zu essen?

Zurück zum Thema. Schließlich wollte ich ja irgendwann auch mal etwas essbares – und rein pflanzliches – zu mir nehmen. Kurz vor dem Ende der Altstadt, entlang der Stadtmauer, fand ich schließlich den Handwerkerhof. Was für eine Überraschung! Die Suche nach Nahrung war für einen kurzen Moment komplett vergessen! Dieser Hof hat mich sofort verzückt mit seinen niedlichen Gassen, schiefen Fachwerkhäusern und kleinen Handwerker- und Kunstgeschäften. Unter anderem gibt es dort eine Töpferei, eine Goldschmiede sowie ein Geschäft für Holzspielzeug.

Aber veganes Essen? Das würde ich hier bestimmt nicht finden. Einfach meiner Neugierde folgend schlenderte ich also durch die engen Gassen des Handwerkerhofs, schaute in jedes kleine Schaufenster und nahm mir vor, erst nach diesem kleinen Rundgang wieder nach einem Restaurant Ausschau zu halten.

Wer hätte gedacht, dass ich genau hier am Ende der Altstadt Nürnbergs, inmitten von fränkischen Spezialitäten, vollkommen nichtsahnend fündig werden würde? Beim Blick auf die Speisekarte der “Fränkischen Weinstube” erspähte ich eine Überschrift, die mein Herz hüpfen ließ: “Vegane Gerichte”.

Vegan und super lecker!

Okay, eine kleine Ernüchterung ließ nicht lange auf sich warten. Denn unter der Kategorie war lediglich ein Gericht aufgeführt: Gebratenes Gemüse mit Kartoffeln an Olivenöl. Egal, das wollte ich einmal probieren. Ich bestellte noch einen kleinen Beilagensalat mit einer Vinaigrette dazu.

Das Essen kam erstaunlich schnell und ich war sofort vom ersten Eindruck überzeugt. Das Gemüse – Paprika, Tomaten, Zucchini, Möhren und Sellerie – bildete ein Ratatouille in der Mitte des Tellers, darauf thronte eine grüne Chilischote. Die Kartoffeln waren rund herum drapiert und offenbar kurz angebraten worden. Der Beilagensalat bestand aus geraspelten Möhren, Krautsalat (ohne Speck, juhu!), Blattsalat, Tomaten und Gurken. Insgesamt also eine leckere Mischung.

Das Hauptgericht war mein persönliches kulinarisches Highlight an diesem Abend! Die Kartoffeln schmeckten schön herzhaft, nicht zu lang und nicht zu kurz gebraten. Das Gemüse war herrlich gewürzt, durchaus noch bissfest und liebevoll zubereitet. Diese vegane Mahlzeit hat mich voll und ganz überzeugt! Aber vor allem meine Freude darüber, mitten in der Stadt dieses leckere pflanzliche Schätzchen gefunden zu haben, hielt noch lange an.

An meinem zweiten Tag wurde ich ebenfalls positiv überrascht. Ich schaute mir vormittags in aller Ruhe die Burg an und genoss dabei den Blick über Nürnberg. Wo würde ich wohl heute etwas veganes zu Essen finden?

Da ich sowieso Lust auf einen frischen Salat verspürte, machte ich es mir diesmal etwas leichter. Ich bestellte am Abend in einem Lokal einen Salat mit gebratenen Champignons. Der war vegan und schmeckte lecker. Und dann fand ich tatsächlich noch ein Highlight: “Toffee Vegan” auf der Eiskarte! Die Allergenliste gab mir den Hinweis auf eine Sojabasis. Ergänzt mit Bananen und Karamellsauce. Das musste ich probieren!

Wieder ein Treffer! Das Eis schmeckte lecker nach Karamell, versteckte ein paar frische Bananenscheiben unter sich und rundete meinen Kurztrip auch kulinarisch optimal ab.

Fazit: Vegan Essen ist in Nürnberg kein Problem

Ganz unabhängig von der Stadt bin ich auch vom veganen Angebot in Nürnberg absolut überzeugt. Ich musste nicht ein einziges Mal ein explizit veganes Restaurant aufsuchen. Stattdessen konnte ich die Stadt nach Lust und Laune erkunden und quasi der Nase nach in ein Lokal folgen.

Die Altstadt ist auf jeden Fall eine Reise wert. Es gibt viel zu entdecken, zu lernen und man trifft zahlreiche nette und entspannte Menschen. Gerade vom Handwerkerhof und der Fränkischen Weinstube war ich positiv überrascht und kann jedem empfehlen, dort einmal das vegane Gericht zu probieren.

Wart ihr auch schon einmal in einer fremden Stadt und auf der Suche nach veganen Gerichten? Seid ihr fündig geworden und könnt vielleicht etwas empfehlen? Ich freue mich auf eure Kommentare!

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