Was hat es mit biozyklisch-veganem Anbau auf sich? Und warum kann man sich Deo unter die Achseln schmieren? Gemeinsam mit meiner Freundin Mai war ich auf der Veggienale & Fairgoods in Köln unterwegs und habe mich besonders im kosmetischen Bereich neu inspirieren lassen.

Am 28. und 29. April 2018 fand die Veggienale & Fairgoods Messe in Köln-Mühlheim statt. Neben veganem Essen standen auch die Themen Faitrade und Nachhaltigkeit auf der Agenda.

Klein aber fein: Die Veggienale in Köln

Als wir endlich an der Hafenstraße 1 in Köln-Mühlheim ankommen, ist der erste Eindruck der Veggienale zunächst ernüchternd: Die Location ist kleiner als gedacht und lässt dementsprechend nicht viel Platz für unzählige Aussteller. Meine Freundin Mai (monpipit.de) und ich lassen uns davon jedoch nicht beirren und beschließen, uns einfach ins Getümmel zu stürzen.

Nach der ersten Runde sind Fotos geschossen, die Instagram-Story ist versorgt, die ersten Flyer sind eingesteckt und der Bauch ist hungrig. Weil wir uns aber unbedingt einen Vortrag über Pflanzenpower im Leistungssport anhören möchten, beschließen wir, erst einmal das Forum zu suchen und im Anschluss etwas essen zu gehen.

Dirk Meyer von einfach so vegan. veranschaulicht auf angenehme Art und Weise, wie simpel es ist, sich trotz (oder gerade für den) Leistungssport vegan zu ernähren. Ein paar seiner Tipps nehme ich mir zu Herzen: Lieber die Nuss oder die Avocado essen, statt zum Öl zu greifen; besser mehr Kohlenhydrate als zu viel Fett – so klappt das mit der Pflanzenpower.

Food, Kosmetik, nachhaltiger Anbau – und eine leichte Reizüberflutung

Nach dem Vortrag wissen Mai und ich irgendwie nicht so richtig, wohin mit uns. Essen ist eine gute Idee! Am Foodtruck vor dem Messe-Gebäude holen wir uns einen Seitan-Burger – unfassbar köstlich und sehr sättigend – und sortieren die Gedanken.

Gestärkt geht es zurück auf die Messe und schließlich probieren wir uns durch zahlreiche Stände durch: Proteinbites, veganes Weingummi, Bio-Limonade und Erdnuss-Flips. Mich überzeugen vor allem der kalt gebrühte Kaffee von Lycka und das vegane Eis (besonders die Sorte Erdnuss!) von Nomoo.

Deo zum Eincremen: Das ist mal was Neues!

Am Stand von Ponyhütchen lerne ich schließlich Deocreme kennen – ein Produkt, das vollständig ohne tierische Inhaltsstoffe und Alkohol auskommt. Auf Mais Empfehlung hin schnuppere ich mich durch die verschiedenen Sorten und lasse mich zur richtigen Anwendung beraten: Man schmiert sich ein bisschen Creme ganz einfach unter die Achseln.

Besonders die Art der Inhaltsstoffe überzeugt mich und ich entscheide mich, die Deocreme auch zu Hause einmal zu testen. Die Sorte “Fresh & Fruity” landet schließlich in meinem Beutel (den ich am Eingang der Veggienale schon in die Hand gedrückt bekommen habe und der neben zahlreichem Lesestoff und Flyern auch Duschgel von SANTE und vegane Cracker enthält).

Messestand Ponyhütchen

Der Messestand von Ponyhütchen

Biozyklisch-veganer Anbau ist auch ein Thema auf der Veggienale

Auch Foodsharing und nachhaltiger Anbau spielen auf der Messe eine Rolle. Da ich mich mit Foodsharing bereits privat auseinander setze, interessiert mich dieses Mal besonders der biozyklisch-vegane Anbau.

Hierbei wird für den Anbau von Obst und Gemüse ausschließlich pflanzliche Düngung verwendet sowie auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichtet. Im Fokus stehen die Nutzung von besonders fruchtbarem Boden und daraus entstehende vitale Pflanzen, Klima- und Umweltschutz sowie die Gesundheit des Menschen.

Ich finde diese Art des Anbaus besonders unterstützenswert, auch wenn Obst und Gemüse aus biozyklisch-veganem Anbau bisher leider nicht in herkömmlichen Läden und Supermärkten zu finden ist. Trotzdem positiv: Der in Kandel ansässige Verein bietet Produkte über einen Online-Shop an, sodass auch diejenigen Verbraucher etwas davon haben, die weiter weg wohnen.

Mein Fazit zur Veggienale & Fairgoods 2018 in Köln

Trotz des vergleichsweise kleinen Messegeländes hatte die Veggienale & Fairgoods in Köln einiges zu bieten. Ob veganes Essen, kosmetische Produkte, fairer Handel oder tierleidfreie Alltagsprodukte, wie Taschen und Bücher – für jedes Interessengebiet war etwas dabei.

Das Rahmenprogramm bestand aus zahlreichen Vorträgen, die unter anderem pflanzliche Ernährung, Fitness und nachhaltigen Anbau thematisierten. Besonders habe ich mich darüber gefreut, Niko Rittenau wiederzutreffen, den ich seit dem Ernährungsseminar in Berlin nicht mehr gesehen hatte.

Insgesamt war mein Besuch auf der Veggienale durchaus inspirierend. Die Deocreme und der vegane Burger waren meine persönlichen Highlights an diesem Tag. Und das Wissen, dass auch im kleinen Rahmen jeder Schritt zählt.

Warst du auch auf der Veggienale oder möchtest mir gerne Feedback geben? Schreib mir gern einen Kommentar oder eine Mail! Mit veganen Grüßen, Cat.

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