Mit wenigen Mitteln kann man ganz einfach Zahnpasta selber machen. Ich fand das immer schon faszinierend – und bin schließlich endlich diesen Schritt gegangen. Selbst gemachte Zahnpasta ist frei von schädlichen Inhaltsstoffen, enthält kein Plastik und lässt sich ganz nach Geschmack zusammen mischen. Ein Selbstversuch.

Im Kampf gegen Plastik, Umweltverschmutzung und Schadstoffe liegt es eigentlich auf der Hand, dass man sich auch Gedanken um das macht, was nach dem Essen folgt: das Zähneputzen. Zum ersten Mal habe ich nun meine eigene Zahncreme hergestellt. Vom Ergebnis im Glas bin ich schon einmal positiv überrascht. Aber was spricht eigentlich dafür, von der herkömmlichen auf “Bio-Zahncreme” umzusteigen?

Warum Zahnpasta selber machen?

Hast du dir schon einmal Gedanken darüber gemacht, was eigentlich so in der Zahnpasta drin steckt, mit der du täglich deine Zähne putzt? Herkömmliche Zahncremes enthalten häufig künstliche Zusatzstoffe, die die Masse strecken sollen. Damit sie gut schmecken sind außerdem eine Reihe von Süßstoffen enthalten.

Aber nicht nur das. In puncto Plastik spricht ebenfalls einiges dafür, seine eigene Zahnpasta herzustellen. Zum einen natürlich, weil die Tube aus Kunststoff besteht und manche Hersteller diese zusätzlich noch in Karton verpacken. Zum anderen, weil Mikroplastik aus der Kosmetik in unseren Gewässern landet und dort Tieren und Umwelt erheblichen Schaden zufügt. Denn die winzigen Kunststoffteilchen können von unseren Kläranlagen nicht herausgefiltert werden und landen somit irgendwann im Meer. Außerdem schaden sie auch der eigenen Gesundheit, denn sie lagern sich in unseren Zellen ab, ohne vom Körper verarbeitet zu werden.

So geht’s: Zahnpasta selber machen in wenigen Schritten

Für eine gesunde Zahnpasta, die die Zähne schonend säubert, das Zahnfleisch pflegt, Entzündungen und Karies vorbeugt, einen guten Geschmack hat und rein aus natürlichen Zutaten besteht, benötigt es nicht viel.

Selbst gemachte Zahnpasta ganz aus natürlichen Inhaltsstoffen.

Ich habe mich bei unterschiedlichen Quellen informiert, durch die ich erfuhr, dass es vor allem Kokosöl und Kurkuma braucht, um eine Zahncreme selbst herzustellen. Manche empfehlen außerdem das Hinzufügen von Xylit, also Birkenzucker, sowie Natron für eine antibakterielle Wirkung. Je nach Geschmack werden außerdem ein paar Tropfen eines ätherischen Öls beigemischt.

Mein Rezept für selbst gemachte Zahnpasta:

  • 80 g kaltgepresstes Bio-Kokosöl
  • Kurkuma (aus biologischem Anbau)
  • reines Pfefferminzöl

Das Kokosöl lässt sich ganz leicht in einem Wasserbad (oder im Winter auf der Heizung) langsam erwärmen. Dabei sollte es nicht zu flüssig werden, eine cremige Konsistenz reicht aus, um die restlichen Zutaten unterzumischen.

Etwa einen halben Teelöffel Kurkuma und sechs bis acht Tropfen Pfefferminzöl hinzufügen und umrühren, bis das Kokosöl nicht mehr klumpt.

Ich habe mich gegen das Natron in der Zahncreme entschieden, da es eine relativ aggressive Wirkung auf den Zahnschmelz hat.

Warum ist eigentlich Kurkuma in der Zahncreme enthalten? Das gelbe Gewürz hellt die Zähne auf und verbessert die Mundflora. Das Kokosöl wirkt antibakteriell, Dank der enthaltenen Laurinsäure und der Caprylsäure. Mit dem Hinzufügen eines ätherischen Öls kannst du selbst den Geschmack deiner Zahncreme bestimmen. Ich habe mich für Pfefferminz entschieden, weil ich mir davon einen frisches Mundgefühl erhoffe.

Fazit zur selbst gemachten Zahncreme

Ich habe die Zutaten für meine Zahncreme allesamt im Bioladen beziehungsweise Reformhaus gekauft, was mich insgesamt stolze 13,75 € gekostet hat. Ob sich dieser finanzielle Aufwand lohnt, wird sich noch zeigen.

Allerdings ist hier natürlich der entscheidende Vorteil, dass von allen drei Zutaten noch eine Menge übrig ist und ich somit mehrere Male eine Zahncreme herstellen kann, bis sie aufgebraucht sind. Kurkuma verwende ich außerdem auch als Gewürz in der Küche.

Jetzt bin ich sehr gespannt und freue mich auf das Ausprobieren meiner neuen Zahncreme! Ich werde euch auf dem Laufenden halten!

Hast du auch Lust bekommen, deine eigene Zahncreme herzustellen? Ich hoffe, mein Rezept bietet dir genügend Inspiration. Viel Spaß beim Nachmachen! Ich freue mich auf Feedback und Kommentare.

Übrigens: Natron habe ich trotzdem gekauft. Ich verwende es jedoch nicht in der Zahncreme, sondern alle zwei Tage vermischt mit klarem Wasser als Mundspülung. So kann ich seine antibakterielle Wirkung für meine Zähne nutzen, ohne eine zu aggressive Auswirkung auf den Zahnschmelz.

Update: Ich bin rundum zufrieden!

Jetzt putze ich schon seit einigen Wochen meine Zähne mit meiner selbst gemachten Zahncreme. Ich war von der ersten Benutzung an positiv überrascht: Kurkuma hellt offensichtlich wirklich die Zähne auf und durch das Pfefferminzöl entsteht eine angenehme Frische im Mund.

Ich habe inzwischen schon zwei Mal Zahncreme nachproduziert. An dieser Stelle eine kleine Anpassung des Rezepts: Statt sechs bis acht Tropfen Pfefferminzöl kannst du auch ruhig eine ordentliche Ladung hinzugeben. Ich verwende mindestens zehn oder mehr Tropfen.

Auf jeden Fall kann ich jedem nur empfehlen, Zahncreme aus rein natürlichen Zutaten selbst herzustellen! Man gewöhnt sich sehr schnell an die Konsistenz und ich persönlich ziehe den Geschmack inzwischen den industriell hergestellten Zahncremes vor. Das A und O ist für mich außerdem nach wie vor die Verringerung von Plastik in meinem Alltag.

In diesem Sinne, viel Spaß beim Ausprobieren!

Eure Cat.

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